Neues EU-Projekt zu Chikungunya-Impfstoff
Chikungunya, eine von der Asiatischen Tigermücke übertragene Viruskrankheit, rückt mit dem Klimawandel auch in Europa näher. Während Österreich bislang nur importierte Fälle verzeichnete, kam es seit 2007 in mehreren europäischen Ländern zu lokalen Ausbrüchen. Vor diesem Hintergrund startete im vergangenen Monat ein von der Medizinischen Universität Innsbruck koordiniertes EU-Projekt, das in Afrika die Sicherheit und Wirksamkeit eines bereits in Europa zugelassenen Chikungunya‑Impfstoffs evaluiert; die Ergebnisse sind auch für Europa von Bedeutung.
Das im Rahmen von Horizon Europe/EDCTP mit rund 14 Millionen Euro geförderte Projekt „European-African Vaccine Initiative“ (EAVI) läuft über fünf Jahre unter der Leitung von Virologin Gisa Gerold. In einer Phase-IIIb-Studie wird der Impfstoff IXCHIQ erstmals in Ländern getestet, in denen das Virus endemisch ist. Ziel ist es, die Grundlage für eine zügige Zulassung und schnelle Impfkampagnen in betroffenen Regionen zu schaffen.
Zum internationalen Konsortium gehören Partnerinstitutionen in Kenia (KEMRI), Tansania (Ifakara Health Institute), der Schweiz (EPFL), Schweden (Karolinska Institut), Spanien (Universität Carlos III) sowie der Impfstoffhersteller Valneva Austria.
Neben der klinischen Prüfung setzt das Projekt auf Technologietransfer, um langfristig erschwingliche lokale Produktionskapazitäten aufzubauen. Mücken- und Kohortenstudien in Kenia und Tansania sollen zudem Surveillance und Diagnostik verbessern. Nachwuchsforschende erhalten Austauschmöglichkeiten zwischen den beteiligten Laboren. Das Kick-off-Meeting des Konsortiums findet Ende Juni in Innsbruck statt.
Mehr Informationen finden Sie im Originalartikel: Innsbrucker Virologin Gisa Gerold leitet millionenschweres EU-Projekt zu Chikungunya-Impfstoff und auf der Projekt Seite der EU (EAVI – Global Health EDCTP3 – European Union)
Foto: MUI/D.Bullock



