Newsletter
Monatlicher Newsletter und aktuelle EntwicklungenSeptember 2026
Ab 1. Oktober 2026 stellt das Institut für Virologie Innsbruck auf ein neues Laborinformationssystem (LIS) um. In der Einführungsphase kann es vereinzelt zu Verzögerungen bei der Befundübermittlung kommen.
August 2026
Mit Clesrovimab (Enflonsia®) ist neben Palivizumab und Nirsevimab ein dritter RSV-Prophylaxe-Antikörper in der EU zugelassen — mit einer fixen Dosierung von 105 mg unabhängig vom Körpergewicht des Säuglings. Klinische Studien zeigen eine mit bestehenden RSV-Antikörpern vergleichbare Wirksamkeit und Sicherheit, wobei eine Dosis für eine gesamte RSV-Saison ausreicht.
Juli 2026
Pappataci-Fieber und Toskana-Virus-Infektionen, die durch Sandmücken im Mittelmeerraum übertragen werden, treten in den Sommermonaten vermehrt bei Reisenden auf. Für beide Erreger werden Antikörper- und PCR-Diagnostik angeboten.
Juni 2026
Der Newsletter Juni 2026 gibt einen epidemiologischen Überblick über den Ebola-Ausbruch durch das Bundibugyo-Virus (BDBV) in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda, der von der WHO am 17. Mai 2026 zur internationalen Gesundheitsnotlage (PHEIC) erklärt wurde. Mit Stand 12. Juni 2026 wurden rund 695 bestätigte Fälle und 138 Todesfälle registriert. Behandelt werden Erreger und Sterblichkeit, das Fehlen zugelassener Impfstoffe oder Therapien gegen das Bundibugyo-Ebolavirus, laufende Entwicklungsbemühungen, diagnostische Kriterien sowie die Risikoeinschätzung für die EU/den EWR.
Mai 2026
Zum Andesvirus-Ausbruch auf einem Expeditionskreuzfahrtschiff (Stand: 20. Mai 2026): elf Fälle mit drei Todesfällen, aktuelle Sequenzanalysen aus vier Ländern sowie Informationen zu Übertragungswegen und geltenden Quarantänemaßnahmen.
April 2026
Das Masern-Virus verzeichnet weltweit ein starkes Comeback: 2023 wurden rund 10,3 Millionen Infektionen registriert — 20 % mehr als im Vorjahr. Österreich verlor zuletzt seinen Masern-Eliminationstatus, nachdem 2024 die höchste Fallzahl seit 25 Jahren dokumentiert wurde.
März 2026
Im März 2026 wurde an der Abteilung für Virologie Innsbruck ein deutlicher Anstieg der Positivitätsraten für humanes Metapneumovirus (hMPV) auf über 12 % verzeichnet – nach einem sukzessiven Anstieg seit Jahresbeginn und im Anschluss an den saisonalen RSV-Peak.
Februar 2026
Die Influenzasaison 2025/26 in Österreich klingt nach einem ungewöhnlich frühen und intensiven Verlauf langsam ab. Das Institut für Virologie informiert über Impfschutz, Diagnostikmöglichkeiten und die Unterscheidung von Influenza, grippalen Infekten und COVID-19.
Januar 2026
Respiratorische Virusinfektionen im Januar 2026: Die Aktivität von Rhino-/Enteroviren und Influenza (H3N2) zeigt erste Rückgänge, während die Hospitalisierungsraten über dem Vorjahresniveau liegen. SARS-CoV-2, RSV und zahlreiche weitere respiratorische Erreger bleiben aktiv nachweisbar.
November 2025
Anstieg von Hepatitis-A-Fällen in Österreich: Das Institut für Virologie bestätigte 2025 bereits 11 Infektionen mittels PCR – deutlich mehr als in den Vorjahren. Die Beobachtungen unterstreichen die Relevanz der präventiven Immunisierung gegen Hepatitis A.
H5N1 Vogelgrippe: Aktuelle Lage
Seit 3. November gilt in ganz Österreich erhöhtes Risiko für Vogelgrippe. Ein Fachartikel analysiert die H5N1-Situation, Pandemierisiko und Gegenmaßnahmen.
Oktober 2025
Rhinoviren zeigen im Oktober 2025 deutliche Dominanz mit einer Positivrate von 45 % bei hospitalisierten Patienten. Besonders gefährdet sind Säuglinge, Kleinkinder sowie ältere und immunsupprimierte Personen. Das Institut stellt aktualisierte Respiratory- und Gastro-Dashboards zur Verfügung.


